Zentral- und Nordsulawesi

Von Tentena nach Ampana

Es war schon dunkel als wir in Tentena mit einer handvoll Touristen aus dem Bus ausstiegen. Wir hatten vorgängig bei unserer «Luxusunterkunft» (dazu später mehr), einen Transport organisiert. Kaum ausgestiegen wurden wir, wie kann es auch anders sein, von Taxifahrern umzingelt. Als wir unseren Namen hörten war uns klar, dass es nun ernst wird. Wir schnallten unser «Handgepäck» (Grosser und kleiner Rucksack!) fest an uns und wurden mit je einem Roller zu unserer Bleibe chauffiert. Angekommen mussten man natürlich erst die beiden Fahrer bezahlen. Kaum haben wir nach langen 16 Stunden Busfahrt (statt geplanten 13h) endlich den Schlüssel im Schloss umgedreht, lauerte bereits der nächste freundliche Mitarbeiter neben uns. Er fragt uns, was wir Morgen geplant hätten. Meint er nach dem wir ausgeschlafen und uns orientiert haben?

Hier seht ihr eine Impression unseres Zimmers: Somit ist auch klar, es ging direkt weiter nach Ampana mit Endziel den Togian Island, das Tauchparadies überhaupt – so heisst es.

 

Von Ampana zu den Togian Island

Ampana ist eine kleine Hafenstadt, ohne für uns wichtige Sightseeingspots. Diese Kleinstadt gilt mehr als Drehpunkt für Reisende zu den Togian Island. Auch hier entschieden wir uns für den einfachen Weg. Mit der öffentlichen Fähre ging es zu den Trauminseln. Die Überfahrt dauerte 4 Stunden, jedoch konnten wir uns die Zeit mit «Ciao Sepp» und vielen einheimischen Zuschauern gut totschlagen. Man muss dazu sagen, dass Sarah immer mehr Fans als ich hatte. 😊 Auf den Togian Inseln, in Wakai angekommen, wurden wir von einem Speedboot von unserem Resort abgeholt. Wir schipperten in eine einsamen Bucht bei ungewohnt klarem, türkisblauem Wasser. Damit waren wir im Fauna- und Floraparadies schlechthin angekommen. Deshalb genossen wir ein paar Tage im Paradies und erkundeten die Inseln und die Unterwasserwelt.

  

Kurzer Besuch eines Palmendieb, der grösste an Land lebende Krebs.

Von den Togian Island nach Manado

Von Wakai aus ging es mit der lokalen Fähre innert 13 Stunden nach Gorontalo, wo man angeblich mit Walhaien schnorcheln kann. Bei dieser Fahrt entschieden wir uns mit den Einheimischen zu reisen und auf einen Platz in der Business Class für ein kleiner zusätzlichen Betrag zu verzichten. Wir wollen die Einheimischen ein bisschen näher kennen lernen. Also machten wir uns im Internet schlau und wussten genau was wir zu buchen hatten. Ein Standardticket mit Matratze zum schlafen. Gesagt getan: auf dem Boot angekommen, war diese schwüle und heisse Hitze bereits beim Eingang spürbar. Wir machten es uns auf einem Kajütenbett mitten der Leute gemütlich. Wir wurden herzlich von den Einheimischen begrüsst. Doch leider wurde uns nicht mitgeteilt, dass die Matratze nicht im Preis inkludiert ist und nochmals extra kosten würde. Macht nichts, denn wir kennen dieses Spiel ja langsam. Innert kürze wurde uns von der Nachbarin in Zeichensprache erklärt wo man diese herkriegt. Nach etlichen „Ciao Sepp-Runden“, Gesprächen mit den Reisenden, wiederkehrenden Nickerchen und einem sehr spannendem Champions League Fussballspiel von Barcelona – ja es gab einen kleinen TV an Bord – kamen wir völlig unerwartet 2 Stunden zu früh in Gorontalo an. Für Touristen kein Problem. Unser Freund und Helfer der Taxifahrer samt Guide ist nicht weit. Leider kann man um 2.30 Uhr in der Nacht nirgendwo einchecken. Worauf alle Touristen, auch hier eine handvoll, zum nächstgelegenen 4 Sterne Hotel gefahren wurden. Es sei sehr günstig und sauber, wurde uns mitgeteilt. Zu unserem grossen erstaunen war dieser riesige Betonkomplex wirklich ein 4 Sterne Hotel und wir standen vollgeschwitzt in diesem klimatisierten Lift und sahen uns alle etwas verdutzt an. Kaum hatte sich die Lifttür im 3. Stock geöffnet, marschierten wir voller Entschlossenheit zur nicht besetzten Rezeption. Ja, schlussendlich hatten wir alle in der Hotel Lobby auf dem Sofa etwas geschlafen. Dafür waren wir um 7.00 Uhr die ersten am Frühstücksbuffet und stillten unseren Hunger. Die lang ersehnte Dusche konnte man im Fitness der Hotelanlage oder draussen beim hauseigenen Pool machen. Beim Frühstück erfuhren wir von unserem «Tourguide», welcher uns nie von der Seite wich, dass dies normal sei und er mit allen Touristen nach dieser langen Fahrt in dieses Hotel gehe. Okay, er verdiente sich bei den Angestellten mit unserem Frühstück sicherlich was dazu. Nachdem wir gefrühstückt und wieder frisch waren, machten wir uns einen gemütlichen Poolvormittag. Am Abend ging es mit dem Flugzeug weiter nach Manado, da die Walhaie aufgrund der geschlossenen Shrimps-Fabrik von Gorontalo weiter gezogen sind.

 

Manado nach Bunaken

Nach ein paar Tagen in der Stadt Manado, in welchen wir den Markt und die nahe liegende Stadt Tomohon besichtigten, sind wir nun auf der Insel Bunaken. Wir werden hier ein paar Tage verbringen um auch hier die Unterwasserwelt zu erkunden.

 

2 Antworten auf “Zentral- und Nordsulawesi”

  1. Happy Halloween und liebe Grüsse aus der Schweiz!! Wakai sieht ja wirklich beneidenswert aus! Wir finden es toll, wie viel ihr unterwegs seit und die Nähe zur Kultur und den Leuten sucht. Vermutlich dient der Tschau-Sepp gut dazu, dem Heimweh etwas entgegenzuhalten 😉

    Bei uns läuft nach wie vor immer etwas. Jüngstes Beispiel: Ruben hat sich auf dem Spielplatz das Kreuzband gerissen 😣 Eventuell dazu mehr bei einem Whatsapp Call 😉

    Liebe Grüsse an euch!
    Romano & Family

    1. Hallo Romano und la famiglia:-)
      Vielen, lieben Dank für deine Zeilen. Das Reisen macht riesig Freude und lehrt einem jeden Tag etwas Neues.
      Oje was hat der Junior wohl angestellt:-) Ich melde mich bei Dir via Anruf. Lieber Gruss zu Hause. Saluti Armando und Sarah

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