Über Thailand nach Laos

Vom Inle Lake in Myanmar reisten wir mit einem Nachtbus von Schlagloch zu Schlagloch nach Hpa-An. Hpa bedeutet nichts anderes als Frosch und entsprechend gross ist die Vielfalt an Amphibien in dieser Region. Ich mit meiner kleinen Frosch-Phobie hatte schon ein unangenehmes Gefühl mit meinen Flip-Flops durch die Strassen zu ziehen. Gerade bei einem genaueren Blick auf die Strasse lagen da unheimlich viele platte Frösche. Ich blieb aber von der Sichtung eines lebendigen Frosches verschont, da wir ohnehin nur eine Nacht in Hpa-An verbrachten.

Mitten in der Nacht sollte es direkt weitergehen und zwar zur Freundschaftsbrücke zwischen Myanmar und Thailand. Am Vorabend organisierten wir im Dorf einen entsprechenden Transport. Der Fahrer sollte uns um 4.00 Uhr morgens abholen und in den letzten Ort Myawaddy auf der myanmarischen Seite bringen. Wie üblich standen wir zwei pünktlich um 4.00 Uhr mit gepackten Rucksäcken in der Dunkelheit bereit. Um den Zimmerschlüssel abzugeben mussten wir natürlich den Nachtdienst hinter der Rezeption aus seinem Traum holen. Gottseidank hatten wir das bereits erwartet und die Rechnung am Vorabend beglichen. In der Dunkelheit vor dem Hotel stand ein Auto mit laufendem Motor und zwei tief-schlafenden Herren auf den vorderen Sitzen. Armando und ich werweissten lange, ob das vielleicht unser Fahrer zur Grenze sei. Da wir uns nicht erklären konnten warum die zwei denn aber jetzt tief und entspannt am schlafen sind, entschieden wir uns sie nicht auch noch zu wecken. Nach einigen Minuten stiess der Nachtdienst, immer noch leicht verschlafen, zu uns und fragte worauf wir warten. Nach seiner Vergewisserung, dass wir wirklich einen Fahrer bestellt hatten, machte er kurzen Prozess und weckte die zwei Herren mit ungehemmtem Klopfen auf die Windschutzscheibe. Nein, es war nicht unser Transport. Dieser kam um 4.45 Uhr ebenfalls leicht verschlafen angerollt und brachte uns zur Grenze. Die Fahrt nach Myawaddy dauert ungefähr 4 Stunden. Nach etwa einer Stunde hielt unser Fahrer mitten im Nirgendwo an und lud zwei weitere Mitfahrer ein. Damit war unser gebuchter Privat-Transport wohl nicht mehr so privat aber wir hatten keinen Elan zu diskutieren und eigentlich war es uns ja auch egal sofern wir pünktlich zum nächsten Bus in Thailand ankommen. Nur aber merkte ich nach wenigen Minuten, dass einer der Zugestiegenen eine übelste Alkohol-Fahne hatte. So schlimm, dass ich wirklich froh war einen Schal zu tragen, welchen ich mir um meine Nase binden konnte. Offensichtlich wurden die zwei Mitfahrer direkt von ihrer Sauftour aufgelesen. Angekommen an der Grenze mussten wir im einen Land ausreisen und in Thailand wieder einreisen. Der Prozess hat reibungslos funktioniert und schon befanden wir uns in unserem nächsten Land. Unsere Reise setzten wir direkt nach Chiang Mai fort, wo wir unter anderem einige Besorgungen zu erledigen hatten. Dabei merkten wir, dass wir von den unzähligen Eindrücken in den vergangenen Wochen etwas müde waren. Daher entschieden wir uns kurzerhand in den Süden von Thailand zu reisen um neue Energie zu tanken.

 

Mit dem Zug fuhren wir von Chiang Mai nach Bangkok. Die Fahrt dauerte aufgrund eines ausserordentlichen Staus (keine Ahnung, wie es beim Zug fahren zu Stau kommen kann) 13 Stunden. An ewig langes Reisen sind wir uns in der Zwischenzeit ja gewohnt. Nicht aber an die eisige Kälte der Klimaanlage, welche konstant aufs Maximum eingestellt werden muss. Eingekuschelt mit Thermounterwäsche, Kappe, Pullover, langen Hosen, Socken und allem was unser Gepäck an warmen Sachen hergab fuhren wir durch die tropische Landschaft. Noch nie habe ich mir sehnlicher gewünscht draussen in der Wärme zu sein als in dieser Kälte zu erfrieren! Angekommen in Bangkok übernachteten wir in einem brandneuen Hostel, welches an diesem Tag seine ersten Gäste empfing und wir schliefen als erstes in diesem Zimmer. Für uns ging es aber bereits am nächsten Morgen weiter an den Flughafen, wo wir nach Surathani flogen und dann mit der Fähre auf die Insel Koh Tao übersetzten. Wir genossen das Meer, die Sonne und etwas Ruhe in Koh Tao und verdauten unsere bisherigen Erlebnisse und Eindrücke. Hier ein paar Impressionen von unserer Zeit auf Koh Tao:

Von Koh Tao zurück aufs Festland nahmen wir die Nachtfähre. In Kajüten-Betten schaukelten wir von der einen Seite des Bettes auf die andere Seite über das Meer.

Von Surathani flogen wir mit einem kurzen Zwischenstopp in Bangkok nach Luang Prabang, Laos. Luang Prabang erleben wir als heimelige Stadt, in welcher wir uns sehr wohlfühlen. Wir besuchten unter anderem ein Museum, um die vier laotischen Völker etwas besser kennen zu lernen und uns mit der Geschichte von Laos auseinander zu setzten. Ein Besuch bei der Organisation UXO (Unexploded Ordnance) brachte uns sehr zum innigen Nachdenken. Die unzähligen Überbleibsel vom letzten Krieg zerstören noch heute täglich Menschenleben und beeinflussen noch immer stark das alltägliche Leben. Aber auch atemberaubende Momente genossen wir beispielsweise beim Wasserfall Kuang Si oder auf dem Hausberg Phu Si. Aber siehe selber wie schön Luang Prabang ist:

 

2 Antworten auf “Über Thailand nach Laos”

  1. Wunderschöne Natur Kulissen erleben dir und mit der heutige Technik kann ich auch mit den Augen auf mein
    Compi Euch begleiten. Es ist kalt bei uns und es hat in Zürich ganz wenig geschneit. Es ist nicht nur kalt draussen
    auch innerlich ist trist und traurig. Aber so ist das Leben ! Sind dir auch in Ventiane gewesen dort gibt es der 50 m.
    höhe Chedi Wat Phra That. Unsere kleine Schweiz! Mit Ambri geht nicht immer gut, 2 Niederlagen in der Verlängerungen und die erste minute bekommen öfters ein Tor. Alles gute. Bei uns ist bald Advent. Nonno

    1. Hallo Nonno
      Du bist ja fast besser informiert als wir:-) Leider hat die Zeit für die Reise in den Süden von Laos nicht mehr gereicht. Ich bin wirklich froh, dass ich die Resultate nicht ganz so aktuell wie du bekomme.
      Lieber Gruss
      Armando und Sarah

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