Heimkommen

Wir sind wieder da, heimgekommen und zurück in der sommerlichen Schweiz. Es ist ein Gefühl, dass alles an uns vorbei rast und wir hinterher humpeln. Jedoch auch eine grosse Freude unsere Familie und Freunde nach fast einem Jahr wieder zu sehen. Aber wer uns kennt weiss, dass wir sofort wieder in den nächstbesten Flieger in die weite Welt steigen würden. Heimkommen ist keine Routine und daher versuchen wir es als neues Projekt zu sehen und uns langsam an das alte aber auch neue Leben zu gewöhnen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt heimzukommen?

Nach unvergesslichen Tagen auf der Osterinsel setzten wir uns in Santiago de Chile im Detail mit der Weiterreise auseinander. Wir recherchierten wie wir nach Argentinien reisen könnten und wie dort die Situation zur Zeit ist. Aufgrund dessen, dass es in Argentinien im Moment aussergewöhnlich häufig zu Streiks kommt und damit regelmässig die gesamte Infrastruktur lahmgelegt wird, entschieden wir uns aber schnell gegen das Land, welches für sein sagenhaftes Fleisch bekannt ist. Wir googelten also weiter und prüften unzählige Varianten: Brasilien, Südafrika, Tansania, Namibia, Mauritius, Nepal, Japan, Russland, Spanien, Italien,…. Irgendwie war aber nebst dessen auch unser Speicherplatz für Eindrücke voll und wir mit einer Entscheidung für ein neues Land überfordert. Alles in allem hatten wir seit Peru und Bolivien nur irgendwie extrem kalt und sehnten uns innig nach dem herrlichen Sommerwetter, von welchem alle in der Schweiz schwärmten. Nach unzähligen Stunden voller Diskussionen entschieden wir uns schlussendlich einen Flug zurück nach Europa zu buchen. Bevor aber eine weite, lange Reise vor uns stand genossen wir herrliche, kalte Regentage in Santiago de Chile. Wir bummelten durch die Strassen und beobachteten das rege Treiben. Machten einen Ausflug zum grössten chilenischen Weingut Concha y Toro, wo wir ein paar grossartige Weine probierten und mehr über die Weinherstellung lernten.

Die Weinreben auf dem Anwesen von Concha y Toro im Winter

Der mystische Weinkeller von Concha y Toro

zurück nach Europa

Irgendwann aber hiess es dann morgens um 1.30 Uhr auf zum Flughafen. Schlaftrunken flogen wir von Santiago de Chile zurück nach Peru. Am Flughafen in Lima verbrachten wir über 12 Stunden aber hatten überhaupt keinen Elan den Flughafen zu verlassen. Wir genossen es das Flughafen-Treiben zu beobachten, diskutierten über Stunden mit fremden Peruanern über Gott und die Welt, sodass wir am Schluss mit einer innigen Umarmung herzlich verabschiedet wurden – etwas das wir bestimmt extrem vermissen werden. Irgendwann durften wir dann unsere Rucksäcke aufgeben und uns auf den Weg zum Gate machen, wo unser Flieger bereits wartete. Ein seltsames Gefühl zu wissen, dass wir ganz bald wieder europäischen Boden unter den Füssen haben werden.

Hitzestau in Madrid

In Madrid angekommen verlief die Einreise, die Taxifahrt, der Zimmerbezug als auch das Abendessen im Restaurant extrem strukturiert, koordiniert und organisiert. Wir spürten sofort die vergessene, europäische Lebensart. Ebenso kämpften wir mit der ungewohnten Hitze in den engen, Kopfstein gepflasterten Gassen von Madrid sowie dem alten Freund Jetlag. Wir planten einige Tage in der Stadt Madrid zur Akklimatisierung ein. Dabei schlenderten wir durch die sonnigen Gassen, sassen auf den bekannten Plätzen mit den kolonialen Bauten, suchten die schattigen Flecken in den Parks und genossen die köstlichen spanischen Tapas mit einem guten Glas Weisswein. Bevor es zurück zum Flughafen in den letzten Flieger dieser langen Reise ging.

Einer der Plätze inmitten von Madrid

Heimkommen in die Schweiz

Angekommen in Zürich sind wir irgendwann morgens und völlig unangemeldet. Keiner wusste, dass wir wieder in der Schweiz waren. Nach der Einreise und der Abholung unserer Rucksäcke suchten wir uns wie gewöhnlich einen ruhigen Platz, unsere Insel. Das Toilettenritual nach dem Morgenflug samt Reorganisation der Reisedokumente machte zuerst Armando während ich auf die Rucksäcke aufpasste und dann umgekehrt. Danach machten wir uns auf den Weg zum Ort wo wir vor 10 Monaten unser Abflugsfoto ins Abenteuer machten. Ein komisches Gefühl wieder hier zu sein! Hier scheint sich nichts verändert zu haben. Keine neuen Geschäfte, die Leute springen voller Stress im Viereck und es scheint alles an uns vorbei zu rasen. Nur wir stehen mittendrin und haben uns verändert. Wir freuen uns riesig die Familie und Freunde wieder zu sehen aber auf der anderen Seite wissen wir das ein geregeltes aber doch etwas anderes Leben wieder auf uns wartet. Aber es wird wohl einiges an Zeit brauchen bis wir uns daran gewöhnt haben. Willkommen zurück in der wunderschönen Schweiz.

Armando und ich mit unseren treuen Begleiter zurück am Flughafen Zürich
Herzlichen Dank, Merci, Muchas Gracias, Thank you best travel buddy!

6 Antworten auf “Heimkommen”

  1. 😲
    Wow, das sind ja hammernews!
    Herzlich willkommen zurück – zuhause! Kommt erst mal an aber dann meldet euch oder kommt einfach mal spontan vorbei!! Würden uns dolle freuen!
    Liebe Grüsse!

  2. Armando und Sarah,
    Ganz herzlichen dank für alle die super gute Berichte und Bilde
    von heuere Reise welche ich mit Spannung und Interesse verfolgt
    habe. Bin froh aber das Ihr wieder bei uns seid. Danke und Liebe
    Grüsse.
    Nonno Romano

    1. Lieber Nonno, Romano
      Herzlichen Dank an dich, dass du uns immer fleissig geschrieben und unterstützt hast. Es machte uns riesige Freude zu wissen, dass du immer auf unseren Reisen mit dabei warst:-) Saludos Armando y Sarah

  3. Hallo ihr 2
    Habe euch über 20min.ch entdeckt. Ich kam erst im Mai zurück von 1.5 Jahren Weltreise und kann das Geschriebene genau nachvollziehen. Hoffe, ich lebt euch schnell wieder ein. Bei mir ging es gleich mit Arbeit los und deshalb war ich schnell wieder mittendrin im „alten“ Leben. geht es dann bei euch wieder weiter oder bleibt ihr erst mal hier? Wie haben eure Familien reagiert?
    Alles Gute weiterhin!!

    1. Liebe Esther
      Wow, lieben Dank für deinen Kommentar. Wir sind uns noch immer am angewöhnen an die Schweiz aber geniessen auch die tollen Gespräche mit der Familie und mit Freunden. Geplant ist wieder festen Fuss zu fassen. Hast du schon nächste Reisepläne?
      Liebe Grüsse
      Sarah und Armando

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