Angewöhnung an die Wärme in Bali

Angekommen am Flughafen in Bali sind wir mit einem Taxi direkt nach Padangbai, im Osten von Bali. Vollgepackt und etwas orientierungslos haben wir den Flughafenkomplex durch den Hauptausgang verlassen. Keine 2 Meter weit schon kam der erste «offizielle Taxifahrer» und offeriert uns ein Angebot, dass nicht abzulehnen sei, wir lehnten dankend ab. Der zweite Versuch ein Taxi zu finden wird es schon richten aber auch hier wurden wir ein bisschen über Ohr gehauen. Trotz allen Verhandlungsanfängen sind wir in unserem Homestay angekommen, worauf es direkt in ein Warung (Restaurant mit einheimischer Küche) zum Essen ging. Wirklich gut geschlafen haben wir allerdings nicht. An die schwülwarmen Temperaturen sind wir uns bei bestem Willen beide noch überhaupt nicht gewohnt und hatten daher trotz unserem Ventilator auf Stufe 3 eine eher unruhige Nacht. Kaum ausgeschlafen wurden wir morgens um 4 Uhr von einem «Güggel» der lauthals durch die Gegend schrie geweckt. Auch das morgendliche Gebet ist für uns noch etwas fremd.

Nach den langen Flügen und der schwitzigen Nacht war es uns am nächsten Tag nach einem gemütlichen Tag am Strand und etwas Erholung.

Zurück von unserem Strandtag stellten wir fest, dass sich direkt neben unserer Unterkunft im  Nachbarstempel viele Indonesier versammelten. Uns wurde gesagt, dass all diese Menschen hierher evakuiert wurden, denn zur Zeit droht der höchste Vulkan auf Bali der Gunung Agung auszubrechen. Alle Bewohner im Umkreis von 12 km um den Vulkan wurden in Notunterkünfte gebracht und dürfen vorübergehend nicht mehr zurück in ihre Dörfer. Wie lange sie hier ausharren müssen ist aber ungewiss, denn der Vulkanausbruch kann Tage, Wochen oder gar Monate dauern. Wissen tut es keiner.

Aufgrund dieser Situation befassten wir uns ziemlich schnell mit der aktuellen Thematik auf Bali. Schon in der Schweiz hatten wir uns Gedanken gemacht, wie wir von Padangbai nach Lombok kommen würden. Aus den verschiedenen Möglichkeiten wie Speedboot (2 – 3 Stunden) oder der LKW/PKW/Personen Fähre, entschieden wir uns schnell für die Variante, welche den Einheimischen am nächsten ist: Die langsame dafür sehr günstige Fähre, diese brachte uns in 6 Stunden (statt 4 bis 5 Stunden) nach Lembar auf Lombok.

Diese Reiseoption ist sehr zu empfehlen, da man hier nebst den Einheimischen auch andere Touristen, bei lauter Karaokemusik aus den „chrosenden“ Boxen während der ganzen Fahrt, kennen lernen darf. In Lembar auf Lombok angekommen, reisten wir mit bereits wartenden Backpackern gemeinsam mit einem Bus nach Senggigi. Nachdem das Gepäck von 5 Personen im Bus verstaut war und jeder seinen Platz eingenommen hatte, wurden wir nach einem Musikwunsch gefragt. Die unbeantwortete Frage führte dazu, dass wir unsere Fahrt mit weit geöffneten Fenstern und dem Song «Men loves a Women» gestartet sind, hätte doch nur jemand was gesagt…

 

 

8 Antworten auf “Angewöhnung an die Wärme in Bali”

  1. Sind doch froh, sind de Martin und ich ned im Bus gsie! Denn wer die ganz Fahrt „Hulapalu“ oder „Sie hatte nur noch Schuhe an“ gloffe 😂

    1. Ouu zum guete Glück isch dem bi dere Fahrt nöd de Fall gsi. Wobi ich sowiso bezwiifli, dass er eui tolle Lieder überhaupt uf sinere Musikliste kha het. Schwüelwarmi Grüess ind Schwiiz!

  2. Da haben wir wieder das altbekannte Problem… Alle sind zur Wahl aufgefordert, aber keiner wählt – und am Ende beklagt man sich über das Ergebnis! Wenn hier auch nur am Beispiel eines Songs… 😜
    Das ist doch schon mal eine erste Erfahrung, die ihr bereis fürs Leben gemacht habt auf eurer Reise!
    Alles Liebe euch

  3. Bis jetzt alles gelesen und geschaut. Heute war bei Nonna und habe mit Handy alles gezeigt. Hatte Freude
    gehabt. wie schon geschrieben vermisse Euch auch wen wir sonst nicht viel zusammen sind. Viel Spass und
    Liebe Grüsse.
    Nonno

    1. Lieber Nonno
      Auch wir vermissen euch aber du machst uns aber riesig Freude, wenn Nonna unsere Reise auch mitverfolgen kann.
      Saluti e a presto.
      Armando

  4. Liebe Sarah und Armando
    Schön, dass ihr eine solche Reise machen könnt und danke herzlichst, dass ihr uns ein wenig teilnehmen lässt. Finde ich eine grossartige Idee.
    Wir waren das erste Mal 1996 in Bali und Lombok und dann 2010 mit den Kindern nochmals. Da ist doch einiges passiert in der Zwischenzeit, und jetzt im 2017 natürlich wieder. Wir lieben aber Bali, ist eine sehr schöne Insel mit herzlichen Leuten. Weiterhin viel viel Spass auf Eurer Reise. Geniesst die magischen Momente und die vielen Eindrücke. Liebs Grüess us Oberweningen Priska und Richi

    1. Liebe Priska, lieber Richi
      Herzlichen Dank für die lieben Grüsse aus der Schweiz. Ja, wir können euch nur zustimmen es ist wunderschön hier und die Menschen sind grossartig.
      Schwülwarme Grüsse aus Labuan Bajo
      Armando und Sarah

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