Bunaken bis Yangon

Die Insel Bunaken – ein Tauchparadies

Über zehn riesengrosse Schildkröten durften wir während einem einzigen Tauchgang auf der Insel Bunaken bestaunen. Die einen Schildkröten machten in Höhlen ein kurzes Nickerchen und liessen sich dadurch von uns umso besser beobachten. Andere schwammen äusserst elegant aber gemächlich an uns vorbei, um an der Wasseroberfläche kurz Luft zu holen. Und einer Schildkröte musste ich gar Platz machen, sodass sie ihren gewünschten Weg schwimmen konnte. Es blieb aber auf der Insel Bunaken, im Norden von Sulawesi nicht bei nur einem Tauchgang. Insgesamt machten wir vier und jeder einzelne war fantastisch. Von kleinen, seltenen Schnecken (Nuddybrands) in allen möglichen Farben, einem Hai, über viele Triggerfischen und unzähligen farbigen Fischschwärmen bis hin zu fantastischen Korallen in grossartigem Zustand durften wir alles bestaunen. Und das bei einer herrlichen Badewannenwassertemperatur von 29 Grad. Das freute auch das «gfröhrli» Armando und wir hatten grossartige Tage in einem Hotel mitten im Mangrovenwald.

 

 

 

 

Da man 24 Stunden vor einem Flug nicht mehr tauchen darf, entschieden wir uns nochmal einen Tag in der Stadt Manado, in Nordsulawesi, zu verbringen. Wie bereits bei unserer Hinfahrt wollten wir zurück wieder mit der öffentlichen Fähre fahren. Die Fähre von der Insel Bunaken nach Manado fährt ein Mal am Tag, morgens um 8.00 Uhr. Um pünktlich am Hafen zu sein, bestellten wir am Vorabend in unserem Hotel ein Bemo (indonesisches Sammeltaxi), dass uns dann morgens zum Hafen bringen sollte. Die Inhaberin der Unterkunft meinte, dass der Fahrer immer sage er komme um 6.30 Uhr aber noch nie pünktlich war. Da die Fähre auch erst um 8.00 Uhr ablege sei das aber auch kein Thema, wir sollen einfach ab 6.30 Uhr bereit sein. Obwohl wir uns das jetzt langsam wirklich schon gewohnt sind, standen wir am nächsten morgen pünktlich wie eine Schweizer Uhr um 6.30 Uhr mit unseren gepackten Rucksäcken bereit. Von einem Bemo war allerdings noch weit und breit nicht zu sehen. Um 7.45 Uhr machte sich dann ein Mann bemerkbar, dass er unser Fahrer zum Hafen sei. Obwohl bis zur Abfahrt der Fähre nicht mehr viel Zeit war, war das kein Thema. Die Insel Bunaken ist nicht sehr gross und unser Hotel lag nur ungefähr 10 Fahrminuten vom Hafen entfernt. Dass aber unser Fahrer uns mit einem uralten, verrosteten Roller zum Hafen bringen wollte war dann doch eine Überraschung. Zur Erinnerung: wir sind je mit zwei Backpacks unterwegs. Der grosse Rucksack, welchen wir auf dem Rücken tragen, wiegt zirka 16 Kilogramm. Der Kleine, der vorne getragen wird, etwa 8 kg. Nun ja, eine andere Möglichkeit gab es wohl nicht. Also schwang ich mich als erstes, samt Gepäck, auf das Klappergestell. Armando würde bei einer zweiten Runde abgeholt werden. Da es aber am Vortag geregnet hatte, war der Waldboden sehr nass und entsprechend schlammig. Der Fahrer startete den Motor und versuchte auf dem schmalen Waldweg zu bleiben und aus dem Wald zu kommen. Wir kamen wirklich nicht weit und schon versanken wir im Schlamm. Ich musste also samt Gepäck vom Roller absteigen und kletterte ein paar Meter weiter wieder auf den Roller ohne Federung. Aus dem Waldstück schafften wir es dank der wahnsinnigen Slalomfahrt des Fahrers. Da es aber auf der Insel Bunaken keine Strassen gibt, so wie wir diese von zu Hause aus kennen, wurde die Fahrt zum Hafen alles andere als gemütlich. Über Pflastersteine und recht grosse Löcher bahnten wir uns einen Weg zum Hafen. Dabei zog mich aber das Gewicht vom Rucksack hinten gefühlt immer weiter nach unten. Ich versuchte mit aller Kraft der Schwerkraft entgegen zu halten und wünschte mir inständig bald und heil am Hafen anzukommen. Nach quälenden Minuten war es dann geschafft. Ich durfte absteigen und sicheren Boden unter den Füssen wissen. Der klapprige Roller samt Fahrer machten kehrt, um auch Armando abzuholen.

Die Überfahrt nach Manado war dank des Regens am Vortag etwas schauklig aber ansonsten unter den Indonesiern sehr gemütlich. Wir genossen den letzten Tag in Manado und in Indonesien, indem wir etwas um die Häuser zogen.

 

Kuala Lumpur | Malaysia

Viel Zeit an Flughäfen und in Flugzeugen verbrachten wir den Tag darauf. Wir flogen von Manado mit einem Stopp in Makassar (Südsulawesi) nach Jakarta (Hauptstadt von Indonesien auf der Insel Java). Nach einer verwirrenden Terminalsuche in Jakarta ging es dann mit einem anderen Flugzeug weiter nach Kuala Lumpur (Malaysia). Mitten in der Nacht kamen wir in der Grossstadt an. Wir nahmen nur noch ein Taxi, welches uns in unser vorgebuchtes Hostel brachte. Angekommen sehnten wir uns nach einer wohltuenden Dusche und nach Schlaf. An den darauf folgenden Tagen erkundeten wir die Metropole. Wir beobachteten das rege Treiben in Chinatown und probierten leckere Spezialitäten aus. Den Sonnenuntergang genossen wir von einer Rooftop-Bar im Stadtzentrum mit gigantischer Aussicht auf die Petronas- und KL-Towers mit wohlverdientem Apérogetränk. Der eigentliche Grund für unseren Aufenthalt in KL (Kuala Lumpur) war aber ein Besuch in der Botschaft. Denn für die Einreise in unsere nächste Destination Myanmar ist ein Visum nötig. Da die Beantragung des Visums in nur einem Tag erledigt war und wir bereits wieder genug von der Grossstadtluft hatten, war unser Aufenthalt in Malaysia entsprechend kurz.

 

Unsere nächste Destination

Wieder mit dem Flugzeug flogen wir während 2.5 Stunden von Kuala Lumpur nach Yangon in Myanmar. Myanmar gilt als Stadt des Goldes und wartet mit vielen einzigartigen Spektakeln auf uns. Im Moment treffen wir es immer so, dass wir mitten in der Nacht am nächsten Ziel ankommen. So war es auch in Yangon und wir legten uns nach der Ankunft im Hotel nur noch ins Bett.

In Yangon schlenderten wir durch die vielen Gassen. Jede Verkaufsgasse hat ihre eigene Spezialität. So gibt es eine Strasse in welcher ausschliesslich Papier verkauft wird. In einer anderen wiederum werden ausschliesslich Baumaterialien verkauft, da fühlt man sich wie in einem Bau und Hobby, nur ohne Dach über dem Kopf und etwas wärmer. Ausserdem machten wir eine Zugfahrt mit dem langsamen Circle-Train. Der Zug fährt etwa 20 Kilometer pro Stunde und umrundet innert etwa drei Stunden alle Dörfer rund um Yangon. Am Hauptbahnhof angekommen versuchten wir den richtigen Schalter zu finden, in welchem wir das Ticket kaufen konnten. Da alle Schilder einzig auf birmanisch geschrieben sind, blieb uns nichts anderes übrig als herumzufragen, wie wir zu den Tickets kommen. Vom freundlichen Mitarbeiter erhielten wir die nötigen Informationen und innert wenigen Minuten fanden wir den richtigen Schalter um das Ticket zu kaufen. Mit unserem Glück fuhr auch direkt nach dem Kauf der Tickets der stündlich fahrende Zug im Bahnhof ein und wir suchten uns einen Platz mitunter den Burmesen. Die Einwohner von Myanmar machen auf uns einen äusserst herzlichen und freundlichen Eindruck. Auch wenn wir hier mit unserer hellen Haut und unseren fremden Gesichtern wiederum sehr auffallen, so fühlen wir uns hier nicht als Aussenseiter, sondern werden überall herzlich empfangen. Die Fahrt mit dem langsamen Zug war wie erwartet sehr gemütlich und äusserst unterhaltsam. Unzählige Verkäufer mit schweren Körben voller frischen Äpfel, saftigen Trauben und Melonen und Verkäuferinnen mit grossen Schalen auf dem Kopf voller Papaya und vielen undefinierbaren Köstlichkeiten stiegen immer wieder hinzu. Wir genossen das burmesische Leben. In der Hälfte der Route besuchten wir einen lokalen Markt, auf dem wir es uns nicht nehmen liessen frische Früchte für die Weiterfahrt zu kaufen. Das erntefrische Gemüse mit den riesigen Avocados, den frischen Chilis und einige Gemüsesorten, welche wir nicht alle kennen, bestaunten wir und freuten uns auf die ausgewogene und frische Küche in den kommenden Tagen. Ein weiteres Highlight von Yangon ist der Shwedagon, eine der weltgrössten Stupas der Welt. Die Tempelstupa ist ein buddhistisches Bauwerk und symbolisiert Buddha selbst und seine Lehre der Dharma (Ethik und Moral). In Stupas werden Reliquien des Buddhas und später auch von herausragenden Mönchen aufbewahrt. Gerade während dem Sonnenuntergang hüllt sich der Shwedagon in ein fantastisches Licht. Das die Mönche bei Dunkelheit zudem unzählige Kerzen anzünden macht die Stimmung einzigartig und atemberaubend. Wir genossen die Eindrücke, sassen auf dem Boden und beobachteten das bunte Geschehen.

Da der Tourismus in Myanmar noch im Anfang steckt wird empfohlen alle Übernachtungen und Transportmittel frühzeitig zu buchen. Da wir in frühzeitiger Organisation nicht so gut sind, mussten wir uns für die Weiterfahrt von Yangon von der gewünschten Zugfahrt zu einer Busfahrt umdisponieren. Dazu aber mehr im nächsten Blog…

10 Antworten auf “Bunaken bis Yangon”

  1. Hallo ihr 2,
    Schön immer wieder von Euch zu lesen. Da packt mich gleich das Reisefieber wieder. Klingt nach viel Sonne, viel Abenteuer und vielen Begegnungen…. ganz so wie geplant d.h. wohl ihr machts richtig. Viel Spaß weiterhin.
    Lg, Petra

    1. Liebe Petra
      Vielen Dank für deine Grüsse. Wir geniessen das Reisen in vollen Zügen und erleben jeden Tag Neues. Wir finden es toll, dass du unsere Reise mitverfolgst:-) Lieber Gruss zu Hause.
      Armando und Sarah

    1. Liebe Bettina
      Lieben Dank für deinen Kommentar. Uns geht es wunderbar und wir freuen uns, wenn du die Beiträge faszinierend findest.
      Herzliche Grüsse nach Wien und bis bald
      Sarah & Armando

  2. Liebe Sarah
    Caro Armando
    Bei mir sind es 22.00 Uhr und habe den Fussballmatsch Lugano gegen eine Israelische Mannschaft angeschaut. Lugano hat gewonnen. Was ihr machet ist faruck . Auf italienisch wurde ich sagen : ma voi siete matti !!! Und so viel
    Wissen von Land , Kultur und Menschen !! Und alle sind nett zu euch! Ich bekomme jetzt Bilder und Kommentare auch auf mein Compi. Vorher war nicht möglich mein
    PC hat gespuckt jetzt hat mir ein Freund in Ordnung gemacht. Ich erwarte mit Spannung der nächste Bericht. Danke für die Telefonate und Liebe Grüsse

    1. Lieber Nonno
      Vielen Dank, dass du uns immer auf dem laufenden hältst was sportlich und zu Hause läuft. Auf deinem PC ist es sicherlich angenehmer zu lesen als auf dem Handy. Uns freut es sehr, dass du immer unsere Beiträge liest und dies im Detail im Internet nachschaust.
      Lieber Gruss Armando und Sarah

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